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Digital Studies

Wie verändern digitale Medien Literatur und Kunst? Amerikanist der Universität Graz ist Mitbegründer eines europäischen Forschungsnetzwerks.

Die fantastische Welt der Science Fiction steht dieser Tage im Mittelpunkt einer Konferenz des Instituts für Amerikanistik der Universität Graz. TeilnehmerInnen aus 25 Ländern präsentieren und diskutieren dort Erklärungsmodelle für die Faszination des Genres, das vor allem in digitalen Medien – vom Film bis zum Computerspiel – eine riesige Fangemeinde in seinen Bann zieht. Der Einsatz digitaler Medien in Literatur und Kultur ist ein Schwerpunkt von Stefan Brandt, Professor für Amerikanistik an der Universität Graz und wissenschaftlicher Leiter der Konferenz.

„Digital Studies sind ein aufstrebendes Forschungsfeld“, weiß Brandt, der dafür verantwortlich ist, dass das Medienarchiv an seinem Institut heute über 6 000 amerikabezogene Filmmaterialien umfasst, von Klassikern des Stummfilms bis hin zu aktuellen TV-Serien. Die Bestände der europaweit größten Bibliothek amerikanischer Kino- und Fernsehproduktionen sind übrigens allen Interessierten zugänglich und können kostenlos entliehen werden.
Wie verändert der Einsatz digitaler Technologien kulturelle und literarische Aktivitäten? Welche neuen kreativen Möglichkeiten eröffnen die digitalen Medien der literarischen und künstlerischen Praxis? Um diese Fragen zu beantworten, sollen die Digital Studies auf europäischer Ebene vorangetrieben werden. Auf Initiative von Tatiani Rapatzikou von der Aristoteles-Universität in Thessaloniki gründeten Stefan Brandt und Frank Mehring von der Radboud Universität im niederländischen Nijmegen mit ihrer griechischen Kollegin kürzlich ein Komitee zur Einrichtung eines Digital-Studies-Netzwerkes, dem sich WissenschafterInnen aus Deutschland, Portugal und Großbritannien angeschlossen haben.

Durch gemeinsame Forschungsprojekte und Publikationen, den Austausch auf Konferenzen sowie Gastaufenthalte von Studierenden und Lehrenden soll das europäische Netzwerk zur Erforschung digitaler Formen von Literatur und Populärkultur wachsen.
Ziel ist neben der wissenschaftlichen Vernetzung, das spannende Thema auch der Öffentlichkeit näherzubringen. Gerade die Stadt Graz, wo die Diagonale – das Festival des österreichischen Films – seit 1998 jedes Jahr ein großes Publikum versammelt, würde dafür ein hervorragendes Umfeld bieten, ist Brandt überzeugt.

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