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Erde im Fieber

Mittwoch, 18.09.2019, Universität, Forschen

Die Universität Graz präsentierte ihren Profilbereich „Climate Change Graz“

Wie viel Fieber hat die Erde und wie stoppen wir es? Diese Frage beschäftigt über hundert ForscherInnen an der Universität Graz, die sich in verschiedenen Fachbereichen mit dem Klimawandel befassen. Sie untersuchen, welche Veränderungen für eine nachhaltige Transformation hin zu einer nahezu emissionsfreien Wirtschaft und Gesellschaft notwendig sind. Die interdisziplinäre Klimaforschung bildet einen Profilbildenden Bereich der Universität Graz. Am 17. September 2019 wurde er EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Wirtschaft und Bildung im Styria Media Center präsentiert.
„Universitäten haben eine gesellschaftliche Verantwortung. Das Wissen, das durch Forschung gewonnen wird, muss der Gesellschaft zugute kommen“, unterstrich Rektorin Christa Neuper im Gespräch mit Moderator Franz Hirschmugl.

Der Profilbereich Climate Change Graz zeichnet sich durch exzellente, international bestens vernetzte Forschung aus. Die umfassende Expertise in vielen Fachbereichen hat sich über Jahrzehnte entwickelt. „Die intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit, die international Vorbildcharakter hat, ermöglicht es, tragfähige Strategien für die Zukunft zu erarbeiten“, hob Neuper hervor.
Volkswirt Karl Steininger, die Biologin Kristina Sefc und die Philosophin Laura Siggelkow gaben Einblicke in ihre Forschungsthemen und machten dabei deutlich, dass sich so komplexe Fragen, wie sie der Klimawandel aufwirft, nur in der Zusammenschau vieler verschiedener Fachrichtungen beantworten lassen.

Gottfried Kirchengast machte anhand der Erkenntnisse aus der Physikalischen Klimaforschung klar, wie dramatisch die globale Erwärmung voranschreitet und dass es, um diese Entwicklung zu stoppen, einer radikalen Neuorientierung in Gesellschaft und Wirtschaft bedarf. Der unumgängliche Weg, die Treibhausgasemissionen bis 2050 im Einklang mit den Pariser Klimazielen auf mindestens 90 Prozent zu senken, laute: „VdH – Verbrauch die Hälfte“. Das gelte für Organisationen, Unternehmen, Haushalte und jede einzelne Person.

Nach den ForscherInnen waren Carina Kerschbaumer aus der Chefredaktion der Kleinen Zeitung, Rainer Will, Geschäftsführer des Österreichischen Handelsverbands, und der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl zu „VdH“ in ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich am Wort.
Dabei wurde deutlich, dass es bereits begrüßenswerte Initiativen gibt, für die Notwendigkeit einer tiefgreifenden Neuorientierung scheint jedoch die Einsicht noch zu fehlen. Ein Auftrag für die Universität, neben der Forschung auch die Bewusstseinsbildung voranzutreiben.

>> Videobotschaft von Bundespräsident Alexander Van der Bellen

 

>> mehr Informationen über „Climate Change Graz“

>> Verbrauch die Hälfte

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