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Für das Kulturerbe

Mittwoch, 11.09.2019, Forschen

Interuniversitäre Summer School der Universitäten Graz, Salzburg und Wien

Das erfolgreiche Format der UNESCO-Summer-School zum Thema Kulturerbe wurde diesen Sommer bereits zum dritten Mal an der Universität Graz unter der Leitung von Eva Klein und Margit Stadlober in drei Universitätsstädten mit Weltkulturerbe abgehalten. Getragen wird die Ausbildung mit großzügiger Unterstützung der UNESCO-affinen Kulturgüterschutz-Organisation Blue Shield International, dessen Präsident Karl Habsburg-Lothringen auch diese Jahr wieder einen Förderscheck in der Höhe von 25.000 Euro für die Weiterführung dieses wertvollen Ausbildungsprogrammes, privat gesponsert von Primar Günter Nebel, überreicht hat. Bereits seit ihrem Beginn 2017 wird die Veranstaltung zusätzlich unterstützt vom Land Steiermark, dem Vizerektorat für Lehre der Karl-Franzens-Universität sowie der Forschungsstelle Kunstgeschichte Steiermark.

Das Format erfreut sich bei Studierenden aller Disziplinen großer Beliebtheit und wächst von Jahr zu Jahr.  Bewerben können sich Studierende von allen österreichischen Universitäten. Auch dieses Jahr konnten die AbsolventInnen der Summer School wieder mit einem Stipendium in der Höhe von je 500 Euro unterstützt werden, was zahlreich genutzt wurde.

Inhaltlich widmet sich die Sommerschule dem Phänomen des kulturellen Erbes auf vielerlei Ebenen, die sie mit ihren Studierenden besucht. In den empirischen Kulturwissenschaften geht man davon aus, dass Kulturerbe nicht einfach ist, sondern gemacht wird. Dieser Prozess, in den sämtliche Formen von Kommunikation eingebunden sind, wird auch Heritageifizierung genannt. Materielle wie immaterielle Kultur wird mit dem Prädikat Heritage ausgezeichnet, damit in ein neues höherwertiges Referenzsystem gestellt. Kulturelles Erbe als definierter Wert verbindet Vergangenheit und Zukunft im Sinne einer Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Die Fragestellung nach der Ästhetik spricht zudem ein aktuelles Forschungsfeld der Kunst- und Designwissenschaft an, liefert aber auch stetes Diskussionsmaterial für die Bevölkerung.

In der Abgrenzung vom vermeintlich Anderen, sowohl räumlich, zeitlich als auch sozial, stellt es eine geeignete Projektionsfläche für die Ausbildung der eigenen Kultur dar und ist somit relevant bei der Herausbildung von Identitäten. Damit in Verbindung steht das Konzept des kulturellen Gedächtnisses, das den Kosmos auf ein breites Forschungsfeld öffnet, in das die Kommunikationswissenschaft zusehends vorstößt. Generell zeigt sich das Feld des kulturellen Erbes heute in zeitgemäßer Diversität. Sein Schutz und seine Bekanntmachung sind ein Auftrag an eine verantwortungsbewusste Gesellschaft, zu der die Summer School ihren Beitrag leisten will.

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