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Geehrt

Donnerstag, 09.05.2019, Forschen, Karriere & Ehrungen

Seneca-Medaille für Molekularbiologen Frank Madeo

Der Preis für Alternsforschung des deutschen Industrie-Clubs geht dieses Jahr an den Molekularbiologen Frank Madeo von der Universität Graz. Der renommierte Altersforscher erhielt den mit 20.000 Euro dotierten Preis am Mittwoch, 8. Mai 2019, in Düsseldorf für seine erfolgreiche Forschung auf dem Gebiet der Alterungsprävention.

Das Ziel des Teams rund um Frank Madeo ist es, zu erforschen, wie die gesunde Lebensspanne verlängert werden kann. Dazu rücken sie die molekularen Mechanismen des Alters in den Fokus: „Wenn wir diese besser verstehen, lassen sich in Folge neue Therapieansätze für die effektivere Behandlung von altersassoziierten Krankheiten entwickeln.“ Internationales Aufsehen erregte das Forschungsteam mit der Entdeckung, dass die natürliche Substanz Spermidin einen Zellreinigungsprozess, die Autophagie, auslöst. Dadurch werden alte, ungebrauchte oder schädliche Zellbestandteile abgebaut und der Alterungsprozess der Zellen verlangsamt. Auch Fasten löst die Autophagie aus und trägt so zu einem gesunden Lebensstil, der länger jung hält, bei. Aktuell beschäftigen sich Frank Madeo und sein Team mit verschiedenen Forschungspartnern den Auswirkungen des Intervall-Fastens. Die bisherigen Forschungsergebnisse wurden jetzt durch die deutsche Erwin-Niehaus-Stiftung und den Industrie-Club ausgezeichnet. „Seine besondere Leistung besteht darin, dass er Konzepte der Alterungsprävention aus den molekularen Grundlagen heraus entwickelt und dann bis zur erfolgreichen breitentauglichen Anwendung am Menschen weitergeführt hat", lobte der Industrie-Club im Vorfeld der Verleihung. Aktuell führt Madeo gemeinsam mit der Seneca-Medaillen-Trägerin 2013, Agnes Flöel von der Universitätsmedizin Greifswald, klinische Studien zur Wirksamkeit von Spermidin im Menschen durch.

Frank Madeo wurde 1967 in Schwerte (Deutschland) geboren und studierte Biologie an der Universität von Tübingen. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Gruppenleiter in Tübingen wurde er 2004 ans Institut für Molekulare Biowissenschaften der Universität Graz berufen, wo er seitdem die Arbeitsgruppe "Alterung und Zelltod" leitet. Seinen ersten Roman „Hymne auf ein liederliches Leben“, veröffentlichte er 2006, in Kürze erscheint er in Neuauflage.

 

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