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Gerecht gleich

Donnerstag, 13.06.2019, Universität

Die Universität Graz feierte 25 Jahre Gleichstellungsarbeit mit einem Fest

Es war der 13. Juni 1994, als die Interuniversitäre Koordinationsstelle für Frauenforschung und Frauenstudien für die damals drei Grazer Universitäten aus der Taufe gehoben wurde. Unter der Leitung von Roswith Roth und ihrer späteren Nachfolgerin Barbara Hey werden seit 25 Jahren Forschungs-, Lehr- und Vernetzungsaktivitäten der Frauen- und Geschlechterforschung unterstützt sowie Fördermaßnahmen für das weibliche Personal und speziell für den wissenschaftlichen Nachwuchs entwickelt. Die Universität Graz feierte am 12. Juni 2019 dieses Jubiläum in der Aula. Highlights waren neben einem Quiz zu den Mythen der Gleichstellung zwei hochkarätig besetzte Key-Notes: Kathrin Zippel von der Northeastern University (USA) sprach über "Paradoxes in Gendered Transformations in Higher Education. Comparative EU – US Perspectives", Ronald L. Jackson II von der University of Cincinnati gab in seiner Keynote einen Einblick in "Consume, Commodify, Repeat: Patterns of Scripting Black Masculine Bodies in Popular Culture". Welchen Beitrag die Universität Graz in den vergangenen Jahren zum Thema Gleichstellung geleistet hat, erzählt die Vizerektorin Renate Dworczak in einem Interview.

Zentrale Aufgabe der Koordinationsstelle ist es, die Partizipation von Frauen in Entscheidungsprozessen zu erhöhen und strukturelle Barrieren abzubauen. Auf dem Weg zu einer diskriminierungsfreien AntiBias-Universität der Vielfalt fördert sie mittlerweile auch andere unterrepräsentierte Gruppen (Diversität). Dafür setzt sie stark auf Vernetzung, etwa der WissenschafterInnen untereinander (Mentoring) oder im AntiBias-Zirkel, aber auch in universitätsübergreifenden Kooperationen („Potenziale“) und zahlreichen (berufslaufbahnorientierten) Weiterbildungsangeboten. Gleichstellungsmonitoring und Maßnahmen wie die AntiBias-Awarenesskampagne liefern Informationen und schaffen ein Bewusstsein dafür, wo es an der Uni Graz noch Schieflagen gibt, die es im nächsten Vierteljahrhundert zu beseitigen gilt.

Auf viele schöne, stolze und erfolgreiche Momente und Errungenschaften lässt es sich zurückblicken, etwa die erste Professur mit einem Hauptaufgabengebiet „Frauenforschung“ (Ilse Brehmer, Erziehungswissenschaften) 1995, der zehn Jahre später die erste österreichische Professur zur „Soziologie der Geschlechterverhältnisse“ folgte (Angelika Wetterer, Soziologie). Seit 1999 bringt die Aigner-Rollet-Gastprofessur für Frauen- und Geschlechterforschung internationale Wissenschafterinnen an die Uni Graz, von denen nicht nur Studierende des MA Interdisziplinäre Geschlechterstudien, den es seit dem Studienjahr 2007/08 gibt, profitieren.

Die Universität Graz zeichnete in diesem Rahmen Wissenschaftszweige aus, die ein Anreizsystem für Frauenförderung im Jahr 2018 geschaffen haben. Der erste Platz ging an die Erziehungswissenschaften, gefolgt von den Sportwissenschaften und der Psychologie auf dem dritten Platz. Die Preise wurden von Vizerektorin Renate Dworczak und der Vorsitzenden des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen, Maria Aigner, überreicht. Erstmals auch zusätzliche Prämien vergeben. Die bekamen die Zweige Umweltsystemwissenschaften und Pharmazie.

 

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