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Neu gedacht

Montag, 13.05.2019, Forschen

Tagung untersucht, wie Migration durch Kunst vermittelt wird

Im Rahmen der internationalen Tagung, „Forms of Migration: Literature. Performance. The World“, haben am 2. und 3. Mai 2018 WissenschafterInnen, KünstlerInnen und AktivistInnen aus mehr als zwölf Ländern und fünf Kontinenten künstlerische Positionen zum Thema Migration diskutiert. Die Tagung ist Teil eines vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF finanzierten und in die Arbeitschwerpunkte des Instituts für Amerikanistik der Universität Graz eingebetteten Forschungsprojekts, das zeitgenössische Literatur und deren vielfältige ästhetische Ausdrucksformen zum Thema Migration, Flucht, und Asyl analysiert.

Unter der Leitung von Jennifer Reimer, FWF Lise-Meitner Senior Postdoc Fellow, und Silvia Schultermandl, assoziierte Professorin am Institut für Amerikanistik, wurde mit dieser Tagung der Grundstein für ein Netzwerk von internationalen ExpertInnen rund um das Thema „Forms of Migration“ gelegt. Im Mittelpunkt der Tagung standen künstlerische Positionen, die der Frage nachgehen, wie Migration durch Prozesse der Ästhetisierung vermittelt werden kann. „Phänomene wie der Facebook-Roman und Autobiographien mit mehreren Erzählstimmen verdeutlichen, dass sich Migration nicht in komplexen Handlungsverläufen, sondern auch in innovativen literarischen Ausdrucksformen manifestiert“, erklärt Silvia Schultermandl. In wieweit sich diese Prozesse der Ästhetisierung mit etablierten Kulturtheorien erfassen lassen, war ebenso im Fokus vieler Beträge wie auch die Frage, welche literarischen Gattungen global wie eingesetzt werden, um Fragen von kultureller Zugehörigkeit aufzuwerfen.

Die Tagung bot gleichermaßen Raum für wissenschaftliche Beiträge und künstlerische Positionen. Die Verschränkung der beiden soll auch in Nachfolgeprojekten beibehalten werden. Auch die Themen der Hauptvorträge und deren Referentinnen und Referenten sind hier richtungsweisend:

•    Karen Tei Yamashita, international renommierte Schriftstellerin und Professorin für Literatur an der University of California, reflektierte über das Potential, durch den Einsatz mehrerer Erzählstimmen komplexe gesellschaftliche Dynamiken abzubilden.

•    J. Michael Martinez, international ausgezeichneter Lyriker und Professor an der St. Lawrence University, ging auf die Frage ein, in wieweit AutorInnen mit Migrationerfahrung wegen ihres kulturellen Anders-seins und in wieweit sie wegen ihrer poetischen Ausdrucksformen rezipiert werden.

•    David Savran, Professor an der City University of New York und Jurymitglied für den Pulitzer-Preis für Theater, analysierte die kulturelle Mobilität des Broadway Musicals.

Ausklang fand die Veranstaltung bei einem Lese- und Performance Abend im Grazer Kunstverein, wo neben Karen Tei Yamashita und J. Michael Martinez auch die Dramatikerin Teresa Veramendi (USA/Spanien) aus ihren rezenten Werken las und das Künstlerduo Gregory Carlock (USA/Berlin/Syrien) und Stefan Maneval (Berlin) eine multimediale Performance des Gedichts „To A Syrian Prisoner of Conscience“ vorstellten. Am Tag nach der Tagung leiteten J.Michael Martinez und Jennifer Reimer eine Schreibwerkstatt, in der neue Textentwürfe abgeleitet aus dem Tagungsthema entstanden.

Weitere Einblicke in die Tagung gibt es auf Twitter, Facebook und der Tagungshomepage: https://formsofmigration.uni-graz.at/en/

 

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