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Frauen im GULAG

Thursday, 13 June 2013

Ausstellung über Schicksale in Sowjetunion mit Film-Premiere und Podiumsdiskussion eröffnet

Sie haben Gewalt, Terror und Tod erlitten: Frauen im sowjetischen GULAG. Die Situation der Sowjetbürgerinnen, aber auch der Emigrantinnen österreichischer und deutscher Herkunft beleuchtet eine Wander-Ausstellung, die bis 19. Juni 2013 im RESOWI-Zentrum an der Uni Graz zu sehen ist. Eröffnet wurde die Schau mit der Film-Premiere „Verlorene Leben. ÖsterreicherInnen im sowjetischen GULAG“ und einem anschließenden ExpertInnen-Gespräch.
Unter der Moderation von Ao.Univ.-Prof. Dr. Anita Prettenthaler-Ziegerhofer, Zeithistorikerin am Institut für Österreichische Rechtsgeschichte und europäische Rechtsentwicklung der Uni Graz, diskutierten Mag. Anita Lackenberger, Regisseurin der zuvor gezeigten Film-Doku, Doz. Dr. Barbara Stelzl-Marx, Zeithistorikerin und stellvertretende Leiterin des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Kriegsfolgen-Forschung, sowie Prof. Herwig Hösele, Generalsekretär des Zukunftsfonds der Republik Österreich.

„Frauen waren in Biografien und in der Darstellung der Ereignisse oft nur Randfiguren“, erklärte Lackenberger ihre Motivation, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Anhand zahlreicher Einzelschicksale macht die Regisseurin in ihrer Dokumentation - bald im ORF zu sehen - das unvorstellbare Ausmaß menschlicher Tragödien greifbar. „Bis zu minus 50 Grad, katastrophale hygienische Zustände und Hunger – es war ein Tod auf Raten“, beschrieb Stelzl-Marx den Lageralltag. „In totalitären Regimen wird der Idealismus häufig missbraucht“, sah Hösele die Geschichte einerseits als Warnung, zum anderen als Auftrag sich in der Forschung intensiv damit zu beschäftigen.

Der Veranstaltung ist eine Kooperation der 7. fakultät, des Zentrums für Gesellschaft, Wissen und Kommunikation, der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, des Landes Niederösterreich, des Zukunftsfonds der Republik Österreich, des Zentrums Russian East European & Eurasian Studies, Produktion West, des Innenministeriums und der EU – Programm Bürgerschaft.

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