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Digitaler Schwung

Dienstag, 19.05.2020, Universität, Studieren

Einige Lehrende haben aus der Not eine Tugend gemacht und spannende Online-Lösungen gefunden

Der radikale Umstieg auf Online-Lehre war für viele Vortragenden und Studierenden eine besondere Herausforderung. So mancheR haben dabei kreative Lösungen mit vielen Vorteilen gefunden. Wir haben einige Stimmen von Lehrenden und Studierenden gesammelt:

  • „Um in der momentanen Situation Begeisterung und Motivation bei den Studierenden zu wecken, habe ich mir besondere Aufgaben überlegt. Beispielsweise sollten Studierende die Inhalte einer Statistik-Lehrveranstaltung in Musikvideos darstellen. Für andere Lehrveranstaltungen wiederum wähle ich Themen aus, die momentan psychologisch gesehen von besonderer Relevanz sind.“
    Ilona Papousek, Institut für Psychologie
  • „Über Videokonferenz-Tools kann man sich auch didaktische Fähigkeiten aneignen, zum Beispiel in Form einer Moderation von Diskussionen oder einer Planung von Unterrichtseinheiten für wirtschaftliche Fächer. Die Einladung von externen ExpertInnen sowie die Abnahme von Online-Prüfungen zu meinen Lehrveranstaltungen sind ebenfalls problemlos möglich.“
    Michaela Stock, Institut für Wirtschaftspädagogik
  • „Bereits zwei Tage nach dem Einstellen der Präsenzlehre habe ich begonnen, viermal wöchentlich Vorlesungen über Skype4Business mit 65 Studierenden abzuhalten. Online-Präsentation und Chat haben hervorragend funktioniert. Auch eine Anwesenheitskontrolle ist einfach möglich.“
    Marlene Peinhopf, Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen
  • „In meinen Seminaren gibt es von Einheit zu Einheit spezielle Fachliteratur zum Selbststudium, deren Inhalte zu Beginn der nächsten Online-Einheit abgeprüft werden. Auch Referate können über Videokonferenzen gehalten, diskutiert und bewertet werden.“
    Dieter Reicher, Institut für Soziologie
  • „Mein Live-Stream der Vorlesung „Finanzrecht“ wurde innerhalb von 14 Tagen mehr als 1600 Mal aufgerufen. Durch die Kombination mit dem Chat, den wir parallel live betreut haben, hat auch die Interaktion mit den Studierenden bestens funktioniert.“
    Tina Ehrke-Rabel, Institut für Finanzrecht
  • „Für unsere sportwissenschaftlichen Proseminare haben sich internationale TrainerInnen bereit erklärt, anstatt von persönlichen Besuchen Videokonferenzen anzubieten, in denen sie die Fragen aller Studierenden beantworten. Auch eine Live-Übertragung von Trainingseinheiten ist möglich.“
    Markus Tilp, Institut für Sportwissenschaften
  • „Fremdsprachenerwerb lebt von der Kommunikation untereinander, dafür gibt es bei Videokonferenzen die Möglichkeit von Breakout-Rooms für Partner- und Gruppenarbeiten. Online-Einheiten in diesem Bereich sind wesentlich intensiver, weshalb ich sie kürzer halte.“
    Eva Feenstra, Institut für Romanistik
  • „Anstatt von Präsenz-Lehre stelle ich für meine Mikroskopie-Kurse Videomaterial zur Verfügung, anhand dessen sich die Studierenden selbst Inhalte und Abläufe aneignen können.“
    Heimo Wolinski, Institut für Molekulare Biowissenschaften
  • „In meiner Lehrveranstaltung werden von den Studierenden mehr als 70 voneinander unabhängige Projekte ausgearbeitet, die ich jeweils online in individuellen Sitzungen bespreche, mitbetreue und bewerte.“
    Helmut Jungwirth, Die siebente Fakultät: Zentrum für Gesellschaft, Wissen und Kommunikation

Feedback von Studierenden aus der Evaluierung zur Online-Lehre:

  • „Ich kann mir meine Zeit frei einteilen, und bin wesentlich flexibler in meiner Tagesgestaltung.“
  • „Vorlesungen als Livestream sind viel informativer. Man kann sich nicht nur die Lehrveranstaltung mehrfach ansehen, wenn man etwas nicht verstanden hat, sondern auch bequem im Chat Fragen stellen, die alle lesen können.“
  • „Die Lehrenden stellen hochqualitatives, digitales Lernmaterial zur Verfügung, zu dem man sonst schwer Zugang hat.“
  • „Ich kann die Methoden wesentlich besser an meine Bedürfnisse anpassen.“
  • „Ich würde mir wünschen, dass diese sinnvolle Alternative auch nach der jetzigen Situation weitergeführt wird.“

 

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