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Fälschung!

Donnerstag, 05.03.2020, Universität, Forschen

Neue Ringvorlesung widmet sich Tarnung und Täuschung in der steirisch‐innerösterreichischen Landesgeschichte

Welche Tricks kommen bei Urkundenfälschungen zum Einsatz? Wo liegt die Grenze zwischen Imitation und Fälschung in der Kunst? Und ist wirklich überall Mozart drin, wo Mozart draufsteht? Diesen und verwandten Fragen widmet sich eine aktuelle Ringvorlesung mit dem Titel „Fälschung!“, die die Universität Graz in Kooperation mit der Historischen Landeskommission für Steiermark (HLK) organisiert. Die sechs vortragenden WissenschafterInnen beziehen darin einen Zeitraum von der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit und Gegenwart ein.
Zum Auftakt am 4. März 2020 begrüßten Rektor Martin Polaschek und der Mediävist Wernfried Hofmeister vom Institut für Germanistik der Universität Graz und Leiter der HLK die Vortragenden und stellten deren Themen vor:

•    Der Historiker und Geheimdienstexperte Siegfried Beer berichtet über Täuschung und Desinformation im Zweiten Weltkrieg.

•    Elke Hammer-Luza vom Steiermärkischen Landesarchiv widmet sich der Kunst des Fälschens und der Manipulation.

•    Der Geschichtswissenschafter Reinhard Härtel nimmt das Publikum mit in die Welt des Mittelalters und betrachtet dort besonders Urkundenfälschungen im Südostalpenraum.

•    Der Theologie Franz Karl Prassl deckt Kuriosa in kirchenmusikalischen Archiven auf und zeigt, wie alte Gesangsbücher „christlich gebessert“ wurden.

•    Die Kunsthistorikerin Margit Stadlober analysiert Sein und Schein in exemplarischen Bildwelten der historischen Steiermark.

•    Anpassen, Umdeuten, Fälschen: wie diese Schlagworte Denkmalschutz und museale Aufbereitungen betreffen, untersucht die Archäologin Astrid Steinegger.  

Ziel der Ringvorlesung ist es, Täuschungsprozessen sichtbar zu machen und ihren Wirkungsweisen auf den Grund zu gehen. „Wir wollen die Wahrnehmungs- und die Kritikfähigkeit unserer ZuhörerInnen schärfen und so demonstrieren, dass Täuschungen nicht nur immer und überall vorkommen, sondern auch aufzeigen, wie man Fälschungen in verschiedenen Kontexten entlarven kann“, fasst Wernfried Hofmeister zusammen.

Die Vorlesung wendet sich insbesondere an Doktoratsstudierende der beteiligten Disziplinen sowie an fortgeschrittene Lehramts- und Masterstudierende, es sind aber alle Interessierten – auch ohne Anmeldung – dazu eingeladen. Die Ergebnisse der Vorlesung sollen, eingebettet in eine eigene neue Buchreihe, 2021 in Buchform vorliegen.

Ring‐Vorlesung der Uni Graz und Historischen Landeskommission Steiermark
Zeit: 4. März bis 24. Juni 2020, jeweils mittwochs von 17 bis 18:30 Uhr
Ort: Universität Graz, HS 06.03, Universitätsplatz 6/EG bzw. im Landesarchiv (Karmeliterplatz 3/I)


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