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Lern‘s von Spock!

Freitag, 19.07.2019, Universität, Forschen

50 Jahre Mondlandung: Was wir uns von Star Trek abschauen können

Als am 8. September 1966 die erste Folge von Star Trek (im deutschen Sprachraum auch als Raumschiff Enterprise bekannt) über die amerikanischen Fernsehbildschirme flimmerte, waren die Weiten des Weltraums tatsächlich noch großteils unerforscht. Doch das „Space Race“ zwischen Russland und Amerika lief auf Hochtouren und die erste bemannte Mond-Mission sollte nicht mehr lange auf sich warten lassen. Nur knapp drei Jahre nach der Geburt von Star Trek, am 21. Juli 1969, betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Erdtrabanten – ein Ereignis, dessen dieser Tage weltweit gedacht wird. Und was hat Star Trek damit zu tun?

Stefan Rabitsch vom Institut für Amerikanistik der Universität Graz und derzeit mittels einem Fulbright-Stipendium auf Forschungsaufenthalt am Center for the Study of the American West an der West Texas A&M University, erklärt: „Die Serie hat die Zusammenarbeit einer globalen Wissenschafts-Community quasi im Fernsehen vorweggenommen. Schon die erste Crew hat sich aus ExpertInnen verschiedener Disziplinen zusammengesetzt. Mit den Jahren ist die Besatzung immer diverser geworden und hat sich, trotz einiger Mängel, insgesamt zu einem Team entwickelt, das Minderheiten bewusst einschließt. Geeint werden die unterschiedlichen Persönlichkeiten durch das Bestreben, gemeinsam Lösungen zu finden.“

Ergebnisorientiert, gleichzeitig aber auch belesen, intellektuell, wertschätzend und weltoffen: Diese Eigenschaften zeichnen die Mitglieder der verschiedenen Besatzungen in den Star Trek-Serien und -Filmen der vergangenen 50 Jahre aus. „Insofern haben sie, quasi als Best Practice-Beispiele, nicht nur Generationen von WissenschafterInnen zu Neugier, kritischem Denken und internationaler Zusammenarbeit angeregt, sondern auch den ZuseherInnen diese Werte vermittelt“, schildert Rabitsch. Der Forscher sieht daher viel Potenzial im Star Trek Universum für die Lehre an Schulen und Universitäten, aber auch für Bildungsinstitutionen. Was wir uns von Mr. Spock abschauen können? „Definitiv eine positive, wissbegierige Grundeinstellung und ein nach außen gerichtetes Weltbild. Nicht umsonst heißt es im Episoden-Vorspann jedes Mal, dass die Enterprise in Galaxien vordringt, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat“, so Stefan Rabitsch.

Der Wissenschafter, der sich in seinen Forschungen auch mit dem amerikanischen Westen beschäftigt, wird kommende Woche bei der weltweit größten Star Trek Convention in Las Vegas einen Vortrag halten und ein Panel zu „Teaching with Trek“ leiten. Außerdem arbeitet er gerade gemeinsam mit Sean Guynes und Sabrina Mittermeier an der Herausgabe des „Routledge Handbook to Star Trek“, dem ultimativen Guide durch das Trekkieversum mit wissenschaftlichen Beiträgen zu Themen wie Kolonialismus, Queerness oder wirtschaftlichen Fragestellungen.

 

Star Trek Ringvorlesung

 

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