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Standort-Kooperation

Mittwoch, 03.10.2012, Naturwissenschaften, Forschen, uni.on > Top News, uni.on > Forschen, Universität, Mitarbeiten, Presse und Kommunikation

Neue Forschungsimpulse für BioTechMed: Anbindung des ÖAW-Institutes an drei Grazer Universitäten

Die steirische Forschungskraft wird noch stärker: Die Zusammenarbeit in BioTechMed, der Vernetzung von Karl-Franzens-Universität, TU Graz und Med Uni Graz im Bereich der Life Sciences, erhält durch das „Andocken“ des Instituts für Biophysik und Nanosystemforschung (IBN) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) neue Impulse.
Karl-Franzens-Universität, TU Graz und Medizinische Universität Graz haben mit 1. Oktober 2012 die drei etwa gleich großen Forschungsgruppen des ÖAW-Instituts in Graz mit insgesamt 31 MitarbeiterInnen integriert und so die Schlagkraft am Standort erhöht.

„Jeweils eine Forschungsgruppe wird in eine Universität eingebunden. Laufende Projekte des ehemaligen ÖAW-Instituts werden fortgeführt und Stärkefelder der jeweiligen Universität unterstützt“, setzen die drei RektorInnen Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Harald Kainz (TU Graz), Univ.-Prof. Dr. Christa Neuper (Uni Graz) und Univ.-Prof. Dr. Josef Smolle (Med Uni) auf die österreichweit vielfach beachtete Kooperationskraft in der Steiermark.

In konstruktiven Gesprächen konnte zwischen allen PartnerInnen eine geeignete Lösung erzielt und eine Vereinbarung geschlossen werden. Alle Arbeitsplätze bleiben gesichert, das Wissenschaftsministerium hat die Finanzierung bis 2015 zugesagt.

Wissenspotenziale verknüpfen
„Die Schaffung und Eingliederung von Forschungsgruppen in die drei Grazer Universitäten eröffnen den hochqualifizierten MitarbeiterInnen des IBN neue spannende Perspektiven und Zusammenarbeiten im universitären Umfeld“, betont Doz. Dr. Karl Lohner, ehemaliger Direktor des IBN und nun Leiter der Forschungsgruppe an der Karl-Franzens-Universität.

„Der Universitätsstandort Graz ist durch gezielte Schritte und Maßnahmen auf dem Weg zu einer international verstärkten Sichtbarkeit. Durch die Zusammenführung der Kapazitäten der drei einzelprofilierten Universitäten kann ein Zentrum von europäischer Bedeutung entstehen. Die Integration des Instituts für Biophysik und Nanosystemforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist dabei ein weiterer, wertvoller Impuls. Generell verfolgen wir mit dem ÖAW-Reformprozess eine verstärkte Profilbildung. Die Übertragung einzelner Institute von der ÖAW an Universitäten ist weit vorangeschritten, Graz ist dabei ein erfolgreiches Beispiel. Oberstes Ziel ist es, dass beide Seiten – also sowohl die ÖAW und ihre Institute als auch die Universitäten und ihre Institute – profitieren", so Dr. Günther Burkert, stv. Sektionsleiter der Sektion II (Forschung) des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung.

„Die Übertragung des IBN erfolgt im Rahmen des seit 2011 laufenden Reform- und Restrukturierungsplans der ÖAW“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Georg Stingl, Präsident der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der ÖAW. Die ÖAW, so Stingl, sieht in dieser sowie den bereits abgeschlossenen oder noch geplanten Übertragungen von Forschungseinheiten an Universitäten die Chance, die Arbeit der betroffenen Forschungsgruppen und die Arbeitsplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in Zukunft zu sichern. „Die Anbindung der Forschergruppen des bisherigen Instituts für Biophysik und Nanosystemforschung erfolgt unter dem Gesichtspunkt der Passgenauigkeit und der Verstärkung der Forschungsschwerpunkte an den Universitäten“, unterstreicht Stingl.

 

Laufende Projekte des ehemaligen ÖAW-Instituts werden fortgeführt und Stärkefelder der jeweiligen Universität unterstützt.“ TU-Rektor Harald Kainz, Uni-Rektorin Christa Neuper und Med-Rektor Josef Smolle.



Akzente für BioTechMed Graz
Die Integration des ÖAW-Instituts in die drei Universitäten setzt damit neue Akzente in der Kooperation „BioTechMed“, der interuniversitären Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Mensch, Technik und Medizin. Im Fokus stehen Fragestellungen in den  Fachbereichen Molekulare Biowissenschaften, Neurowissenschaften, Pharmazeutische und medizinische Technologie und Quantitative Biomedizin.
 
Das Institut für Molekulare Biowissenschaften der Karl-Franzens-Universität baut durch den Zuwachs der ForscherInnen seinen Schwerpunkt in der Lipidforschung aus, um der physiologischen Rolle von Lipiden in Zellmembranen auf die Spur zu kommen.

Die TU Graz stärkt durch die Anbindung der Röntgenkleinwinkel-Gruppe die Materialforschung vor Ort und international durch Einbindung einer Forschergruppe in Triest, wo ein hochmodernes Synchrotron, ein Teilchenbeschleuniger, zur Verfügung steht.

Das Institut für Biophysik der Med Uni Graz forciert mit dem Zusammenschluss unter anderem die Forschung im pharmazeutisch-medizinischen Bereich.

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