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Stresstest

Freitag, 09.10.2020, Universität, Forschen

Erste Studie zu den psychologischen Auswirkungen des Lockdown publiziert

Die Infektionszahlen steigen, und die Furcht vor einem neuerlichen Lockdown treibt vielen die Schweißperlen auf die Stirn. Wie sich das plötzliche Zusperren im März auf die Psyche der ÖsterreicherInnen ausgewirkt hat, haben Claudia Traunmüller, Rene Stefitz und Andreas Schwerdtfeger von der Universität Graz in einer der weltweit ersten Studien dazu erhoben. Die Ergebnisse sind soeben im Open-Access-Magazin BMC Public Health erschienen.
Mehr als 40 Prozent der ProbandInnen gaben an, mental stark von der Situation betroffen zu sein, gut ein Fünftel litt sogar unter Stress, Angst oder Depressionen. Besonders belastet waren einerseits SchülerInnen und Studierende, andererseits ältere Personen beziehungsweise jene, die ihren Gesundheitszustand als nicht besonders gut einschätzten. Wer hingegen zu Hause arbeiten konnte, häufigen (virtuellen) Kontakt mit Angehörigen und Freunden hatte und gut über das Virus Bescheid wusste, kam mit der Situation besser zurande.
Erhoben wurden die Angaben von mehr als 4000 ÖsterreicherInnen über 16 Jahre mittel anonymem Online-Fragebogen. Drei Viertel der Rückmeldungen kamen von Frauen. In der Untersuchung haben die ForscherInnen Schutzfaktoren identifiziert und schlagen Wege vor, um besonders betroffene Gruppen zu schützen beziehungsweise zu unterstützen. „Diese Studie hat einmal mehr gezeigt, dass körperliche Aktivität und generell ein gesunder Lebensstil die psychische Belastung markant reduzieren können“, fasst Traunmüller zusammen.

Publikation:
Traunmüller, C., Stefitz, R., Gaisbachgrabner, K. et al., "Psychological correlates of COVID-19 pandemic in the Austrian population". BMC Public Health 20, 1395 (2020).
DOI: 10.1186/s12889-020-09489-5

 

 

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